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Deine Katze ans Menschenklo gewöhnen – ist das machbar? Und wenn ja, ist das überhaupt eine gute Idee?

Als mich zu genau diesem Problem eine Anfrage ereilte, musste ich spontan an Mr. Jinx denken, den Kater aus der aberwitzigen Komödie „Meine Braut, ihr Vater und ich“ mit Ben Stiller und Robert de Niro. Der Kater Mr. Jinx benutzt nicht nur die Toilette, er weiß auch, wie man spült, was er im ersten wie im zweiten Film dazu nutzt, um Unheil zu stiften 😉

Die Katze auf dem Menschenklo: Wie sinnvoll ist das?

Doch jetzt im Ernst: Ist es sinnvoll, wenn deine Katze das gleiche Klo wie du benutzt?

Das spricht dafür:

  • Es stehen keine Katzentoiletten mehr in der Wohnung herum.
  • Du musst keine Katzentoiletten mehr sauber machen.
  • Du benötigst kein Streu mehr, das sich in der ganzen Wohnung verteilt.
  • Es riecht nicht mehr unangenehm, wenn deine Katze „Groß“ gemacht hat (wenn sie spülen kann wie Mr. Jinx).

Das klingt alles super. Und es gibt ja auch tatsächlich Trainingsanleitungen und Trainingsmittel, mit denen du deiner Katze beibringen könntest, auf dein Klo zu gehen. Ich schreibe bewusst „könntest“, denn es gibt doch einiges, was dagegenspricht.

 

Darum sollte deine Katze ihre Katzentoilette benutzen

  1. Geht die Katze auf das für dich oder deine Gäste gedachte Klo, verpasst du die wichtige Chance Krankheiten des Urogenitaltrakts rechtzeitig zu erkennen: Wie sieht der Stuhl aus, wieviel Urin setzt meine Katze ab, sind die Klumpen plötzlich größer oder kleiner, ist Blut im Urin? Das alles liefert aufmerksamen Katzeneltern wichtige Hinweise auf die Gesundheit der Katze. Je eher du eine Blasenentzündung, Verstopfung, Durchfall oder andere Erkrankungen erkennst, desto eher kann deiner Katze geholfen und ihr Schmerzen und Leid erspart werden.
  1. Katzen (die meisten jedenfalls) haben den natürlichen Instinkt, ihr Geschäft zu vergraben, um keine Feinde anzulocken. Das kann deine Katze nun nicht mehr. Vielleicht scharrt sie auf dem Toilettenrand oder unten auf dem Boden, aber das ist kein adäquater Ersatz und kann Stress verursachen. Wenn du Pech hast, scharrt sie im Klo – und das ist dann auch nicht so lecker.
  1. Deine Katze muss auf deinem Klo wirklich gut die Balance halten. Wenn ihr das nicht gelingt, fällt sie womöglich ins Klo und das kann sehr gefährlich sein. Vor allem kleine Katzen und Kitten können ertrinken! Zudem muss sie beim Kotabsatz noch länger balancieren als beim Urinieren. Das kann fü rdie eine oder andere Mieze zu viel sein. Die Folge: Unsauberkeit.
  1. Wenn deine Katzen Schmerzen hat, zum Beispiel nach einer OP oder wenn sie älter wird und Arthrose bekommt (das kann ab 8 bis 10 Jahren der Fall sein), wird es ihr immer schwerer fallen, auf das Klo zu springen und sich dort auszubalancieren. Sie wird sich also ein “Ersatzklo” suchen: Das Bett, das Sofa, Kleidung, ec.
  1. Wenn jemand die Toilette benutzt, die Katze nun aber gerade dringend “muss”, wird sie nicht brav warten, sie wird sich ein “Ersatzklo” suchen (siehe Punkt 4.). Genauso, wenn jemand ausversehen die Tür zum Klo zumacht oder den Klodeckel unten lässt.

Du siehst, deine Katze braucht ihr eigenes Klo und sollte nicht auf deines gehen müssen. Wie du das perfekte Katzenklo einrichtest, liest du in diesem Beitrag über das perfekte Katzenklo.