Luna, Minou, Tommy, Odette – natürlich geben wir unseren Katzen einen ganz eigenen persönlichen Namen. Und die meisten Katzen scheinen auch auf diesen Namen zu reagieren. Doch erkennt deine Katze ihre Namen wirklich, oder ist es nur deine Stimme? Eine Studie hat versucht, genau das herauszufinden.

Was können Katzen?

Bisher weiß man, dass Hunde, Affen, Delfine und Papageien unsere gesprochenen Worte erkennen und auch verstehen. Jetzt wendet sich die Forschung endlich auch unseren Samtpfoten zu. Wissenschaftler möchten herausfinden, was genau und wie viel Katzen von dem verstehen, was wir ihnen täglich verbal und nonverbal mitteilen – und wenn wir ehrlich sind, ist das doch eine ganze Menge 🙂 

Das hat man bisher herausgefunden:

  • Katzen können Futter finden, indem sie dem Signal eines ausgestreckten Fingers folgen, der auf das Versteck zeigt. Meine können das allerdings nicht, ich muss mit dem Finger tatsächlich voran gehen. Dann folgen sie. Die Verbindung zwischen Finger und Versteck ziehen sie nicht.
  • Katzen schauen zum Gesicht ihres Menschen, wenn etwas für sie Beängstigendes passiert. Vermutlich, um zu sehen, ob sich der Mensch auch ängstigt. Wenn ja, gibt es tatsächlich etwas zu fürchten. Daher ist es immer gut, in Situationen ruhig und entspannt zu bleiben, von denen du weißt, dass deine Katze vor ihnen Angst hat, zum Beispiel vor dem Tierarztbesuch.
  • Katzen können ihr Verhalten ändern, je nachdem ob sie eine positive oder negative Emotion auf dem Gesicht ihres Menschen ablesen. Daher kommt wohl auch die Annahme, dass die Katze „genau weiß, dass sie dies und jenes nicht darf“. Sie sieht allerdings nur den negativen Gesichtsausdruck, der vermutlich häufig auch noch mit Schimpfen und einer lauten Stimme verbunden ist. Das macht ihr Angst und sie rennt weg.
  • Deine Katze kann deine Stimme von der Stimme einer fremden Person unterscheiden.

Erkennen Katzen ihren Namen?

Die Eingangs erwähnte Studie hat sich nun damit beschäftigt, ob Katzen tatsächlich ihren Namen erkennen und darauf reagieren oder ob es doch nur die Stimme ihres Menschen ist, die sie erkennen.

Dafür wurden die Katzen nicht nur bei ihrem Namen gerufen, sondern auch mit anderen Namen oder ganz anderen Worten. Zudem wurde in Mehrkatzenhaushalten getestet, ob die Katzen dort ihre Namen voneinander unterscheiden können.

Das Experiment wurde jeweils mit den Haltern der Katzen durchgeführt und mit einer den Katzen fremden Person, um zu testen, ob es nur die Stimme ihre Menschen ist, auf die sie reagieren oder ob es tatsächlich ihr Name ist.

Ergebnis

Riefen die Halter ihre Katze, reagierten diese auf ihren Namen, egal, ob Sie Einzelkatzen waren oder mit einer oder mehreren Katzen zusammenwohnten. Sie konnten ihren Namen auch aus einer Reihe verschiedener Worte heraushören.

Rief eine fremde Person den Namen zeigte sich: Die Katzen reagieren wieder auf ihren Namen. Also scheint es nicht nur die Stimme ihres Menschen zu sein, die sie erkennen, sondern tatsächlich ihr eigener Name.

Doch eine Katzengruppe war nicht so gut darin, ihren eigenen Namen zu erkennen: Katzen, die in einem Katzencafé leben. Sie hatten Schwierigkeiten, ihren Namen von denen der anderen Katzen dort zu unterscheiden und reagierten nicht immer auf ihren Namen.

Die Forscher vermuten, dass in einem Katzencafé einfach zu viele fremde Menschen täglich ein- und ausgehen und versuchen, die Katzen anzulocken, indem sie verschiedene Namen rufen. Die Katzen können in einem Katzencafé nur schwer eine positive und tiefergehende Beziehung zu einem Menschen aufbauen. Doch genau das ist wichtig, um ein angenehmes Gefühl mit dem eigenen Namen zu verbinden. Nur dann wird eine Katze auch auf ihren Namen reagieren.

So hört deine Katze auf ihren Namen

Wenn du einen passenden Namen für deine Katze ausgesucht hast, solltest du diesen Namen immer wieder liebevoll und mit netter oder freudiger Stimme aussprechen. Hilfreich ist dabei eine positive Interaktion mit deiner Katze, zum Beispiel bei der Begrüßung oder wenn es Futter gibt oder wenn du mit ihr spielst.

Ganz wichtig: Sag ihren Namen niemals in einem negativen Kontext! Zum Beispiel, weil du sie ausschimpfst oder ihr etwas verbieten willst. Das sollte sowieso nie vorkommen. Merke: Wir arbeiten ohne Strafen und Verbote!

Den passenden Katzennamen finden

Du suchst noch einen schönen Namen für deine Katze? Mit diesen 3 Tipps findest du ganz sicher etwas Passendes für deine Samtpfote.

Tipp 1: Schau die deine genau Katze an. Welche Persönlichkeit hat sie? Wie wirkt sie auf dich? Was fällt dir spontan zu ihr ein? Ist sie eher ein Draufgänger, zurückhaltend oder hat sie es faustdick hinter den Ohren?

Tipp 2: Achte darauf, dass der Name nicht zu lang ist und viele Vokale enthält. Wenn er auch noch auf
einem Vokal endet, um so besser. Beispiele: Emma, Amy, Mikki

Tipp 3: Bei Tasso findest du eine Liste der beliebtesten Katzennamen der letzten Jahre.
Lass dich inspirieren.

Und wenn sie schon einen Namen hat?

Deine Katze hat schon einen Namen, den sie zum Beispiel im Tierheim oder beim Züchter erhalten hat? Und dieser Name gefällt dir nicht oder du bist der Meinung, dass er gar nicht zu deiner Katze passt? Keine Problem, auch wenn eine Katze schon einen Namen trägt, kann sie noch umlernen. Gerade, wenn sie den Namen erst in einem Tierheim erhalten hat, hat sie vermutlich noch keine besondere Beziehung dazu aufgebaut und verknüpft noch nicht allzu viele tolle Dinge damit.

Bei uns wurde zum Beispiel aus dem Tierheimnamen „Käthe“ unsere „Emma“ (Ja, ich war gerade im
Jane-Austen-Fieber, aber der Name hat auch wirklich wunderbar zu ihr gepasst).

Aus „Ornella“ wurde „Jule“ – denn die kleine Maus war einfach ein Julchen, keine „Grande Dame“ wie Ornella Muti.

„Amanda“ wurde „Amy“ abgekürzt.

Und ganz aktuell wurden „Damir und Yuki“ zu „Stevie und „Stummel“ umgetauft.

Nur unser kleiner Perseropi trägt schon immer den Namen Mikki“ und der passt einfach so gut zu ihm, dass er den behalten hat.