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Wenn du mit deiner Katze spielst machst du sie glücklich. Spielen hält deine Katze fit und aktiv. Sie baut Stress ab und Selbstbewusstsein auf und sie kann ihren natürlichen Jagdtrieb ausleben. Und das Schönste: Gemeinsames Spiel stärkt die Bindung zwischen dir und deiner Mieze.

Mit Katzen spielen: So klappt’s

Du bist wichtig! Wenn du zusammen mit deiner Katze spielst, kannst du ihr eine richtig tolle Spielstunde bieten. Dafür brauchst du nur ein interaktives Spielzeug wie eine Federangel, eine Schnur oder auch eine Reitgerte, denn darauf fahren viele Katzen wirklich richtig ab 🙂 

Passt das Spielzeug zu deiner Katze?

Achte darauf, dass das Spielzeug zu deiner Katze passt. Jagt sie lieber am Boden sind eine Schnur oder eine Reitgerte richtig. Fängt sie lieber Dinge aus der Luft, nimm eine Federangel. Der DaBird zum Beispiel, bewegt sich tatsächlich wie ein echter Vogel. 

Auch die Textur ist für einige Katzen wichtig. Manche bevorzugen Stoff, andere Pappe, Leder, Fell oder Federn. Teste aus, was deine Mieze am meisten mag. 

Nicht zu groß und nicht zu laut

Für Katzen ist mausgroßes Spielzeug perfekt. Bällchen, Spielmäuse, Kastanien, Korken, das alles ist genau richtig.

Bei Spielangeln sollte die anhängende Beute ebenfalls nicht zu groß sein. Hier gibt es Exemplare, die gefühlt einen toten Hasen vorne dran hängen haben. Das schreckt die meisten Katzen eher ab. Schnüre hingegen gehen fast immer. 

Achte auch drauf, dass das Spielzeug nicht zu laut ist. Ängstliche Katzen ziehen sich dann eher zurück. 

Mit Katzen spielen: Den richtigen Zeitpunkt  finden 

Deine Katze mag nicht spielen? Vielleicht hast du den falschen Zeitpunkt erwischt. Darauf soltest du achten:

  • Deine Katze sollte nicht allzu hungrig sein, aber auch nicht gerade gefressen haben.
  • Sie sollte sich sicher fühlen.
  • Sie sollte gerade keine anderen Bedürfnisse haben wie
    Schlaf, Fressen, Toilettengang, Freigang oder Kuscheln.
  • Wenn deine Katze gerade ruhen möchte, lass sie ruhen.

Wenn deine Mieze also nur müde abwinkt, versuche es einfach noch mal zu einer anderen Uhrzeit. Für die Katze als dämmerungsaktiven Jäger, sind die besten Spielzeiten morgens und abends – dann ist nämlich auch ihre Beute, zumeist Nagetiere, aktiv.

 

Spielen ist Jagen

Wenn Katzen Spielen, folgen sie ihrem natürlichen Jagdverhalten.

Eine Jagdsequenz besteht aus folgenden Schritten:

  • Beute Lokalisieren
  • Lauern (das kann auch schon mal länger dauern!)
  • Anpirschen
  • Anspringen (manchmal mit Hinterherrennen): Dabei wackelt der Popo häufig sehr übertrieben
  • Fangen
  • Töten (Zubeißen und Tritt mit den Hinterbeinen, der sogenannte Mäusetritt)
  • Wegschleppen
  • Fressen

Für das Spiel mit deiner Katze folgt daraus:

Du bist die Beute und verhält dich auch so:

  • Die Beute bewegt sich immer von der Katze weg, parallel oder seitlich,
    nie auf sie zu – das kann Angst machen und ist kein natürliches Beuteverhalten
  • Baue Tempo- und Richtungswechsel ein: Beute rennt, erstarrt, schleicht davon, schlägt Haken, versucht Deckung zu finden, z. B. in einem Loch oder hinter einem Gegenstand. Vögel flattern auf, hüpfen aber auch weg
  • Die Beute macht auch Fehler: Sie rennt in Richtung Loch, versteckt sich dann aber doch woanders, zum Beispiel hinter dem Tischbein.
  • Jagderfolg ist wichtig: Die Katze muss die Beute zwischendurch fangen können, sonst ist sie frustriert und gibt auf.
  • Beute entwischt auch: Sie ist nun aber verletzt und angeschlagen.

    Die richtigen Möglichkeiten schaffen

    Damit deine Katze richtig in den Jagdmodus schalten kann, solltest du ihr Tarnmöglichkeiten anbieten. Zum Beispiel: Kissen, Stuhlbeine, Teppichfalten, Katzentunnel.

    Mit Katzen spielen: Hab Geduld

    Als Lauerjäger sind Katzen nicht für ausdauerndes Laufen geeignet. Ihnen fehlt dafür die Lungenkapazität. Sie sitzen lieber länger in ihrem Versteck und beobachten die Beute ganz genau, bevor sie den entscheidenen Sprung wagen. Ein Fehlversuch und die Maus könnte entkommen. 

    Was heißt das für dich? Du musst Geduld haben! Katzen können ganz schön lange lauern. Und wenn du eine Katze hast, die sehr alt oder krank ist oder die schon lange nicht mehr gespielt hat, dann ist das Lauern schon mal ein erster Erfolg! Denn dein Kätzchen ist aufmerksam bei der Sache. 

    Das Spiel mit der Katze beenden: Cool Down

    Wenn es Zeit ist, das Spiel zu beenden, höre nicht plötzlich auf. Deine Katze ist dann immer noch voller Energie, aber die Beute ist auf einmal weg. Was folgt daraus? Frust!

    Besser ist es, wenn du die Energie langsam herunterfährst. Die Beute wird langsamer, bewegt sich nur noch etwas auf der Stelle. Jetzt kann deine Katze den finalen Fang machen! Die Beute zuckt noch ein paar Mal und ist dann „tot“.

    Kaputt machen 

    Viele Katzen lieben es, die Beute am Ende zu zerstören. Dafür kannst du ihr zum Beispiel eine Papierrolle, Toilettenpapier oder zerknülltes Papier anbieten. Auch die Federangel kann sie natürlich zerrupfen. 

    Abschluß-Leckerchen

    Wir erinnern uns: Nach dem Fangen und Töten kommt das Fressen.

    Gerne kannst du deiner Katze daher nach dem Spiel noch ein Leckerchen anbieten. Abends gibt es nach der erfolgreichen “Jagd” die letzte Futterportion für den Tag. 

    Spielzeug wegräumen

    Räume interaktives Spielzeug immer weg, wenn du nicht mit deiner Katze spielst. Sie könnte sich sonst in Schnüren oder Draht verfangen und strangulieren.

    Lass dafür kleine Bälle und Spielmäuse draußen liegen. So kann sich deine Katze zwischendurch auf ungefährliche Weise selbst beschäftigen.

    Auch Fummelbretter kannst du ihr zur Abwechslung hinstellen, bis die nächste interaktive Spielsession beginn. 

    Mach aus dem Spielen ein Ritual

    Spiele täglich mit deiner Mieze. Katzen brauchen Beständigkeit und Routinen. Wenn aus den Routinen Rituale werden, um zu schöner 🙂 

    Am besten bietest du das Spiel immer ungefähr zur gleichen Tageszeit an, zum Beispiel abends vor dem Schlafengehen oder auch gerne morgens nach dem Aufstehen.

    Eine Spieleinheit kann um die 15 Minuten lang sein.Einigen Katzen reichet eine richtige Spieleinheit am Tag, jüngere und aktivere Katzen spielen auch gerne zwei oder drei Mal. Ältere Katzen spielen vermutlich kürzer, sehr junge Katzen gerne länger.

     

    Die wichtigste Spielregel: Du musst es ernst meinen

    Mit Katzen spielen bedeutet: Du musst es ernst meinen. Deine Katze merkt sofort, wenn du nicht bei der Sache bist. Ein wenig mit dem Spielzeug vor der Nase herumwedeln und dabei Netflix schauen oder das Handy anstarren – das ist ein absolutes No-Go!

    Beschäftige dich mit deiner Katze, sei ganz bei ihr. Spiel wirklich mit deiner Katze – dann entwickelt sich daraus ein richtiges schönes und intensives Miteinander.

    Und jetzt: Viel Spaß beim Spielen mit deiner Katze. 🙂

    P.S. Wie man mit Katzen spielt, durfte ich übrigens auch schon in der VOX-Sendung HundKatzeMaus zeigen. Hier kannst du dir die Folge anschauen.