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Deine Katze schaut dich ohne Unterlass an? Langsam wird dir etwas unheimlich und du fragst dich: Warum starrt meine Katze mich an? Hier erfährst du, was dahinter steckt.

 

6 Gründe, warum dein Katze dich anstarrt

  • Aufmerksamkeit
  • Hunger
  • Neugierde
  • Jagd
  • Unsicherheit/Angst
  • Drohung

Was deine Katze von dir will, kannst du am besten aus dem Kontext und ihrer Körperhaltung schließen. Damit du nicht die falschen Schlüsse ziehst, schauen wir uns die fünf Anstarr-Gründe jetzt genauer an.

Übrigens: Wusstest du, dass Katzen ihre Hornhaut nicht so häufig befuechten müssen wie wir? Dadurch müssen sie weniger blinzeln und sie können uns mit ihrem Blick richtig fixieren.

Aufmerksamkeit

Deiner Katze ist langweilig, sie möchte sich beschäftigen und zwar am liebsten mit dir! Einige Katzen zeigen das manchmal etwas rabiad, indem sie an Möbeln kratzen oder Dinge herunterschmeißen. Andere und das sind nicht wenige, starren dich einfach so lange an, bis dir ein leichter Schauer den Rücken herunterrinnt. Wenn du dich umdrehst, siehst du deine Katze, wie sie dich mit großen Augen anstarrt.

Was ist jetzt zu tun?

Schau dir die Körperhalrtung deiner Katze an. Ist sie entspannt und wirkt einfach aufmerksam? Dann nimm dir etwas Zeit und spiele mit deiner Katze. Auch eine Runde Clickertraining oder Fummelbrett könnten jetzt gut ankommen.

Vielleicht möchte deine Mieze aber einfach nur etwas schmusen? Frag sie höflich, ob sie das möchte, indem du ihr deine Hand anbietest, wenn sie sich reinschmiegt, schnurrt und mehr fodert, dann ist jetzt Zeit zum Kuscheln.

 

Hunger

Deine Katze weiß genau, wann Essenszeit ist. Durch Anstarren mit gleichzeitigem Miauen oder Schnurren macht sie doch darauf aufmerksam. Wenn du aufstehst, geleitet sie dich direkt zur Küche. Nicht, ohne dich dabei immer wieder anzustarren, zu mauzen und dir um die Beine zu streichen.

Was ist jetzt zu tun?

Wenn tatsächlich Fütterungszeit ist, dann folge deinem Kätzchen in die Küche und gibt ihr eine leckere Mahlzeit. Wenn es noch Zeit ist, versuch, sie mit Spiel abzulenken oder stell ihr ein Fummelbrett hin. Damit ist sie eine Weile beschäftigt.

 

Neugierde

Katzen sind neugierig. Wenn etwas Spannendes passiert, sind sie gerne dabei. Einige beobachten erstmal aus der Ferne. Dabei schauen sie ganz genau hin. Falls du also gerade etwas Spannendes machst, kann es gut sein, dass deine Katze dich anstarrt. Sie möchte herausfinden, was da vor sich geht.

Was ist jetzt zu tun?

Wie sieht deine Katze aus? Ohren vorne, Augen offen, Pupillen rund aber nicht riesig? Lockere aber interessierte Haltung? Gut, dann ist dein Kätzchen neugierig und nicht ängstlich. Falls sie nicht weiß, ob sie näher kommen kann, lade sie ein, indem du ihr das zeigst, womit du gerade beschäftigt bist. Halte es auf Katzennasenhöhe und locke sie mit ruhiger Stimme. Wenn sie kommt, lass sie alles in Ruhe untersuchen und nimm es erst weg, wenn sie fertig damit ist. So kann deine Katze in Ruhe und ohne Angst mit deiner Unterstützung Neues erkunden.

 

Jagd

Deine Katze ist gerade auf der Pirsch. Wenn es keine andere Beute gib, bist du eben das “Opfer”. Starrt die Katze deine Füße an, die sich unter der Bettdecke bewegen? Starrt sie auf dein Hände. Wackelt sie schon mit dem Hintern? Alles Anzeichen, dass dein Kätzchen im Jagdmodus ist.

Was ist jetzt zu tun?

Greif zur Spielangel und lenk deine Katze von deinen Füßen oder Händen weg. Falls du gerade kein Spielzeug in der Nähe hast, nimmt etwas Kleines und wirf es in eine andere Richtung, so dass die Katze es sieht. Vermutlich wird sie dann erst einmal hinterher rennen. Jetzt kannst du eine Spielangel holen .

Falls dein Mieze sich sofort auf Füße oder Hände stürzt, wenn du dich auch nur einen Zentimeter bewegst, halte still, schrei nicht (auch wenn es schwer fällt) und zieh deinen Fuß/deine Hand ruhig und langsam zurück. Dann nimm eine Spielzeug und zeig deiner Katze, womit sie gerne spielen darf.

Falls du Anregungen zum Spielen brauchst, lies gerne meinen Blog “Mit Katzen spielen” 

Unsicherheit/Angst

Deine Katze starrt dich mit geweitete Pupillen an und kauert sich dabei zusammen? Der Schwanz zuckt oder liegt wie eine Barriere um ihren Körper? Dann ist sie unsicher und hat Angst.

Was ist jetzt zu tun?

Was auch immer du gerade machst, höre auf damit. Blinzle deiner Katze beruhigend zu und bewege dich ganz langsam. Wenn es geht, ziehe dich etwas zurück. Sprich leise und beruhigend auf sie ein. Du kannst dich auch langsam hinsetzen, damit du nicht mehr so groß und bedrohlich wirkst. Überlege, was deine Katze so in Angst versetzt haben könnte und versuche, daran mit ihr zu arbeiten. Am besten kannst du Ängste nehmen, wenn du mit viel positiver Verstärkung (Leckerchen, Spiel) arbeitest.

 

Drohung

Wenn deine Katze verunsichert ist, kann sie auch zum Angriff übergehen. Dem geht eine Drohnung voraus. Und da kommt das Anstarren ins Spiel. Denn Anstarren ist unter Katzen eine Drohung. Wenn keiner den Blick abwendet, eskaliert die Situation.

Ob deine Katze dich androht, kannst du an der Körperhaltung und ihrer Lautäußerung erkennen: Der Körper ist steif, die Beine sind durchgedrückt, die Katze läuft staksig. Die Ohren sind nach hinten gedreht, du siehst nur die Rückseite. Sie brummt oder knurrt. Die Augenbrauen sind zusammengezogen und die Pupillen schmal. Der Schwanz schlägt langsam oder sehr schnell.

Was ist jetzt zu tun?

Entferne dich langsam aus der Situation. Blinzle dabei und schau weg. Du darfst die Katze auf keinen Fall anstarren, so forderst du sie erst recht heraus. Wenn möglich, wirf ein Papierkügelchen in eine andere Richtung oder lass mit ausgestrecktem Arm einen Stift fallen. Alles, was den Blick von dir abwendet, ist gut. Geh in Zeitlupe weg und bringe am besten eine Barriere (Stuhl, Sessel, Tür) zwischen dich und deine Katze.

Überlege, was der Auslöser für das Verhalten gewesen sein könnte, und versuche, diesen in Zukunft zu vermeiden, beziehungsweise mit deiner Katze daran zu arbeiten.

Hole dir am besten Hilfe von einer professionellen Katzenpsychologin.

 

Zusammenfassung

Du siehst, es gibt viele Gründe, warum deine Katze dich anstarrt. Wichtig ist, dass du erkennst, was sie möchte, damit du entsprechend handeln kannst.

Starre nie zurück! Das empfinden Katzen als bedrohlich. Wende besser die 3 B an:

  1. Blinzeln
  2. Blick abwenden
  3. Bedürfnisse stillen

Falls deine Katze immer wieder ängstlich oder aggressiv reagiert, hole dir Hilfe von einer professionellen Katzenverhaltensberaterin. Hier geht es zu meinem Kontaktformular.